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Stadt Langenselbold feiert Richtfest in der Rhönstraße 37


Meilenstein für sozialen und bezahlbaren Wohnraum

Langenselbold, 02. November 2026 – Ein bedeutendes Signal für Zusammenhalt und vorausschauende Stadtentwicklung: Am vergangenen Freitag feierte die Stadt Langenselbold gemeinsam mit den am Bau beteiligten Unternehmen, Planern und Handwerkern das Richtfest für den Neubau in der Rhönstraße 37. Mit der Fertigstellung des Rohbaus und der Dachabdichtung biegt eines der wichtigsten kommunalen Bauprojekte planmäßig in die nächste Bauphase ein.

Wohnraum ist ein zentrales Grundbedürfnis – die Schaffung und Sicherung von bezahlbarem Wohnraum gehört daher zu den vordringlichsten Aufgaben der Stadt Langenselbold. Das Gesamtprojekt in der Rhönstraße 37 widmet sich ausnahmslos dem öffentlich geförderten Wohnungsbau. Es richtet sich gezielt an Einzelpersonen und Familien, die auf dem freien Wohnungsmarkt zunehmend Schwierigkeiten haben, eine bezahlbare Wohnung zu finden.

„Wohnen darf keine Frage des Geldbeutels sein, sondern muss für alle Menschen in unserer Stadt zugänglich und bezahlbar bleiben“, betont Bürgermeister Wolfgang Rittershauß. „Als Stadtverwaltung übernehmen wir hier eine aktive soziale Verantwortung. Dieses Richtfest ist weit mehr als eine bauliche Zwischenetappe: Es ist das sichtbare Versprechen unserer Kommune, niemanden zurückzulassen und aktiv gegen den Wohnraummangel zu steuern. Hier investieren wir zielgerichtet in die Zukunft unseres Gemeinwesens.“

Das Gesamtkonzept kombiniert einen modernen Ergänzungsbau mit der nachhaltigen Weiterentwicklung des Bestandsgeländes. In der Endstufe werden in Summe sechs neue Wohnungen zur Verfügung stehen, während vier vorhandene Wohnungen umfassend modernisiert werden:

  • Vier neue Einheiten im Neubau: Der zweigeschossige Massivbau schafft auf rund 200 m² Wohnfläche vier moderne, effizient geschnittene Wohnungen. Die Erschließung erfolgt über einen vorgelagerten Laubengang; die Wärmeversorgung übernimmt eine zukunftssichere Luft-Wärmepumpe. Das Dach ist für den späteren Einsatz von Photovoltaik ausgelegt.
  • Zwei neue Einheiten durch Dachaufstockung: Durch die ressourcenschonende Aufstockung des Bestandsgebäudes in moderner Holzständerbauweise entstehen auf ca. 135 m² zwei weitere geförderte Wohnungen – ein Paradebeispiel für nachhaltige Nachverdichtung ohne zusätzlichen Flächenverbrauch.
  • Umfassende Modernisierung der vier Bestandswohnungen: Die vier bestehenden Wohnungen des Ursprungsgebäudes werden im Zuge des zweiten Bauabschnitts komplett revitalisiert. Geplant sind vollumfänglich modernisierte Bäder, neue vorgesetzte Balkonanlagen, angepasste Brandschutzeinrichtungen sowie eine Erneuerung der Hausanschlüsse und des Kanalsystems.

Bauamtsleiterin Verena Margraf hebt die planerische und städtebauliche Qualität des Projekts hervor: „Gerade im verdichteten Siedlungsbereich müssen wir mit den vorhandenen Flächen sorgsam umgehen. Durch die kluge Kombination aus kompaktem Neubau und der Holzaufstockung des Altbestands schöpfen wir das Potenzial des Grundstücks im Sinne von Paragraph 34 des Baugesetzbuches optimal aus. Das zeigt, wie moderner kommunaler Wohnungsbau wirtschaftlich, ästhetisch und flächenschonend gelingen kann.“

Für das städtische Bauamt betreut Architektin Susanne Börstler das Bauvorhaben engmaschig von Amtsseite: „Dank der engagierten Zusammenarbeit aller Handwerksbetriebe und des Architekturbüros QUADRAT 36 liegen wir trotz komplexer Schnittstellen zwischen Neu- und Bestandsbau gut im Plan. Der Rohbau steht, das Dach ist wetterfest abgedichtet. Nun starten mit voller Kraft die Ausbaugewerke wie Fensterbau, Leitungsinstallationen und Innenausbau, um die ersten Wohnungen im Neubau im kommenden Jahr bezugsfertig zu übergeben.“

Das Richtfest markiert einen entscheidenden Meilenstein für die Stadt Langenselbold, um dem Ziel einer ausgewogenen, sozial gerechten Wohnraumversorgung ein großes Stück näher zu kommen.

Von links nach rechts: Alexander Kühnel (Quadrat 36 Architekturbüro), Nico Bertold (Quadrat 36 Architekturbüro), Reinhard Stark (Ingenieurbüro Dedio & Stark), Manfred Kapp (Stadtrat), Konrad Höhler (Stadtrat), Tim Bienossek (Quadrat 36 Architekturbüro), Wolfgang Rittershauß (Bürgermeister), Firma Manfred Göhler (Bedachung GmbH), Verena Margraf (Leiterin Bauamt), Holger Ulrich (Main-Kinzig-Kreis), Susanne Börstler (Architektin/Bauamt), Yvonne Huth (Main-Kinzig-Kreis), Jürgen Hagemann (Ingenieurbüro für Bauwesen), Neslihan Bölge (Architektin/Bauamt), Norbert Schwindt (Stadtrat)

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