am Sonntag, 1. November 2026 von 14 bis 17 Uhr
Am Sonntag, 1. November 2026, öffnet das Heimatmuseum im Schlosspark Langenselbold wieder von 14-17 Uhr seine Tür. Die Besucherinnen und Besucher sind herzlich zu Kaffee und selbstgebackenen Kuchen eingeladen und zum Staunen über das, was gerade in unserem Museum „frisch eingetroffen“ ist. Vinyl-Fans können wieder im Schallplattenflohmarkt stöbern.
Zudem zeigt das Museum noch bis zum Weihnachtsmarkt seine Sonderausstellung zum Frankfurter Wasserturm und der Abtshecke. Dieser Waldabschnitt hinter dem „Wingertskippel“ zwischen Kinzig und Gründau hat seit der Steinzeit Menschen angezogen. In der Dauerausstellung sind einige vorgeschichtliche Fundstücke zu sehen. Die Sonderausstellung nimmt die historische Fernverbindung der „Alte Frankfurt-Leizpiger-Straße“ mit ihren Gefahren und dem mittelalterliche Richtplatz mit Galgen in den Blick.
Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt aber auf dem 1872/73 erbaute Wasserturm. Er war für seine Zeit eine technische Meisterleistung. Die damals neu gebaute Frankfurter Quellwasserleitung, die die Großstadt am Main mit Trinkwasser aus dem Vogelsberg und dem Odenwald versorgte, konnte hier im Falle eines Lecks unterbrochen werden. Der Turm sorgte zudem für den nötigen Druckausgleich auf der Strecke. Aufgrund gravierender Schäden im Mauerwerk wird dieses besondere Industriedenkmal aktuell von der Stadt Langenselbold saniert.
Darüber hinaus bietet ein Rundgang durch das Museum interessante Einblicke in die vor- und frühgeschichtliche und volkskundliche Historie Langenselbolds. Im Erdgeschoss sind u.a. steinzeitliche und keltische Funde sowie die originalgetreue Nachbildung des Hügelgrabes vom Rödelberg zu sehen. Mit dem Smartphone lassen sich kleine YouTube-Videos über das Spinnen mit der Handspindel, das Feuermachen in der Steinzeit und das Schmieden scannen.
Im Obergeschoss bietet das Museum Einblicke in das Leben des 19. und frühen 20. Jahrhundert. Eine Küche, das Schlafzimmer und die „gut Stubb“ zeigen den Alltag damals. Abgerundet mit historischem Spielzeug, einem Kaufmannsladen und einem Klassenzimmer aus der „Mädchenschoul“ gibt es viel zu entdecken.
Wie immer ist der Eintritt frei. Auf Wunsch bietet der Geschichtsverein Führungen durch die Ausstellung an.
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