Am Erntedanksonntag, 4. Oktober September 2026 öffnet das Heimatmuseum im Schlosspark Langenselbold wieder von 14-17 Uhr seine Tür. Die Besucherinnen und Besucher sind herzlich zu Kaffee und selbstgebackenen Kuchen eingeladen.
Das Museum zeigt weiter seine Sonderausstellung zum Frankfurter Wasserturm und der Abtshecke. Der 1872/73 erbaute Wasserturm war für seine Zeit eine technische Meisterleistung. Die damals neu gebaute Frankfurter Quellwasserleitung, die die Großstadt am Main mit Trinkwasser aus dem Vogelsberg und dem Odenwald versorgte, konnte hier im Falle eines Lecks unterbrochen werden. Der Turm sorgte zudem für den nötigen Druckausgleich auf der Strecke. Aufgrund gravierender Schäden im Mauerwerk wird dieses besondere Industriedenkmal aktuell von der Stadt Langenselbold saniert.
Aber nicht nur der Wasserturm macht die Abtshecke interessant. Dieser Waldabschnitt hinter dem „Wingertskippel“ zwischen Kinzig und Gründau hat seit der Steinzeit Menschen angezogen. Das Museum zeigt in seiner Dauerausstellung einige vorgeschichtliche Fundstücke. In der Sonderausstellung wird die historische Fernverbindung der „Alte Frankfurt-Leizpiger-Straße“ und der mittelalterliche Richtplatz mit Galgen in den Blick genommen. Die Ausstellung wird noch bis zum Weihnachtsmarkt zu sehen sein.
Auch der im September begonnene Schallplattenflohmarkt lädt bis dahin zum Stöbern ein. Von klassischer Musik über Schlager ist bis zur Volksmusik alles dabei. Alle Vinyl-Fans sind herzlich eingeladen zum Stöbern. Es findet sich sicher die ein oder andere Platte, die die eigene Sammlung ergänzt.
Unter der Rubrik „frisch eingetroffen“ sind zudem wieder einige besonders interessant Objekte ausgestellt, die dem Museum in der letzten Zeit geschenkt wurden.
Darüber hinaus bietet ein Rundgang durch das Museum interessante Einblicke in die vor- und frühgeschichtliche und volkskundliche Historie Langenselbolds. Im Erdgeschoss sind u.a. steinzeitliche und keltische Funde sowie die originalgetreue Nachbildung des Hügelgrabes vom Rödelberg zu sehen. Mit dem Smartphone lassen sich kleine YouTube-Videos über das Spinnen mit der Handspindel, das Feuermachen in der Steinzeit und das Schmieden scannen.
Im Obergeschoss bietet das Museum Einblicke in das Leben des 19. und frühen 20. Jahrhundert. Eine Küche, das Schlafzimmer und die „gut Stubb“ zeigen den Alltag damals. Abgerundet mit historischem Spielzeug, einem Kaufmannsladen und einem Klassenzimmer aus der „Mädchenschoul“ gibt es viel zu entdecken.
Wie immer ist der Eintritt frei. Auf Wunsch bietet der Geschichtsverein Führungen durch die Ausstellung an.
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Schloßpark 2
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