Die Stadt informiert darüber, dass derzeit verstärkt Maßnahmen zur Bekämpfung der sogenannten Großen Drüsenameise (Tapinoma magnum) durchgeführt werden. Die aus dem Mittelmeerraum stammende Ameisenart breitet sich seit einigen Jahren zunehmend in Deutschland aus und kann durch die Bildung riesiger Kolonien erhebliche Probleme verursachen.
Die Große Drüsenameise ist mit einer Körperlänge von etwa 3 bis 4 Millimetern größer als viele heimische Ameisenarten. Sie weist beim Zerdrücken der Tiere einen charakteristischen Geruch auf, den es bei einheimischen Arten nicht gibt.
Besonders auffällig sind die oft massenhaft auftretenden Arbeiterinnen, die sich entlang von Wegen, Hausfassaden, Mauern oder in Grünanlagen bewegen.
Die Große Drüsenameise kann sogenannte Superkolonien bilden, die sich über große Flächen erstrecken. Dadurch verdrängt sie heimische Ameisenarten und kann zu Schäden an Pflasterflächen, Wegen, Grünanlagen sowie technischen Einrichtungen führen. In einigen betroffenen Gebieten wurden zudem Beeinträchtigungen an Leitungen und elektrischen Anlagen festgestellt.
Um eine weitere Ausbreitung einzudämmen, führt die Stadtverwaltung derzeit ein Pilotprojekt durch.
Ziel dieser Maßnahmen ist es, bestehende Populationen möglichst stark zu reduzieren und eine weitere Ausbreitung innerhalb des Stadtgebietes dauerhaft zu verhindern.
Die Stadt bittet die Bevölkerung, auffällige Ansammlungen großer schwarzer Ameisen zu melden. Besonders hilfreich sind Angaben zum Fundort sowie aussagekräftige Fotos. Eigene Bekämpfungsversuche sind häufig wenig wirksam, da die Kolonien sehr weit verzweigt sein können.
Meldungen können an das Amt für Bauen, Liegenschaften und Technische Dienste an die Nummer 06184 802-611 oder s.bassermann@langenselbold.de gerichtet werden.
Die Bekämpfung der Großen Drüsenameise ist eine langfristige Aufgabe, die nur durch das Zusammenwirken von Verwaltung, Fachleuten sowie Bürgerinnen und Bürgern erfolgreich bewältigt werden kann.
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